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Hauptausschuss · 118/2026 · 12. Juli 2026 · Wichtigkeit 3/5

Bahnübergang Hafenstraße in Fiestel: Nur noch Fußgänger und Radfahrer

Was bedeutet das für Espelkamper?
Wer mit dem Auto über die Hafenstraße in Fiestel-Gestringen den Bahnübergang queren wollte, muss Umwege fahren — der Übergang ist nur noch für Fußgänger und Radfahrer passierbar.
Ergebnis noch nicht veröffentlicht
Die Sitzung (Mi, 15.07.2026 16:00 Uhr Ratssitzung) hat bereits stattgefunden, aber die Stadt hat das Ergebnis noch nicht im Ratsinformationssystem veröffentlicht.
Warum dauert das?

Worum geht es?

Am Bahnübergang Hafenstraße in Fiestel-Gestringen sollen künftig nur noch Fußgänger und Radfahrer passieren dürfen — Autos sind dort schon heute nicht mehr durch. Der Hauptausschuss berät am 8. Juli über die formelle Teileinziehung der Straße, der Rat entscheidet am 15. Juli. Die Vorlage 118/2026 passt die rechtliche Widmung an die bereits gebaute Realität an.

Hintergrund

Auslöser war eine Unterschriftenliste mehrerer Anlieger im Oktober 2023. Sie wollten die Situation am Bahnübergang für den Kraftfahrzeugverkehr überprüfen lassen. Die Verwaltung hat das Thema daraufhin gemeinsam mit der Deutschen Bahn, der Straßenverkehrsbehörde und weiteren Stellen über rund zweieinhalb Jahre bearbeitet.

Geplant waren zunächst Treckerschleusen, die Landwirten das Queren ermöglichen sollten. Die Deutsche Bahn lehnte das im Oktober 2024 aus bahnrechtlichen Gründen ab. Danach wurden Umlaufsperren geplant und vom 13. April bis voraussichtlich 27. Juli 2026 am Bahnübergang gebaut. Seitdem ist die Durchfahrt für Autos faktisch gesperrt — bislang aber nur über eine verkehrsrechtliche Anordnung.

Die Vorlage 118/2026 soll jetzt die straßenrechtliche Widmung formal anpassen: Statt einer öffentlichen Straße mit Anliegerverkehr soll der Teilbereich am Bahnübergang nur noch dem Fuß- und Radverkehr dienen. Betroffen sind Teilflächen der Hafenstraße in der Gemarkung Fiestel-Gestringen, Flur 6, Flurstücke 84 und 293. Der Bahnübergang selbst bleibt im Eigentum der Deutschen Bahn.

Was bedeutet das für die Stadt?

Vor dem endgültigen Beschluss der Teileinziehung ist nach dem Straßen- und Wegegesetz NRW eine mindestens dreimonatige öffentliche Anhörung Pflicht. In dieser Frist können Bürgerinnen und Bürger Einwendungen erheben. Wenn keine wesentlichen neuen Gesichtspunkte kommen, kann die Verwaltung die Verfügung selbst erlassen; bei erheblichen Einwendungen wird der Rat erneut befasst. Federführend ist das Sachgebiet 3.3 Straßenbau und Grünflächen (Herr Payenda).

Kosten für die Stadt Espelkamp sind aus den vorliegenden Unterlagen nicht erkennbar. Auch ein konkreter Endtermin für die formelle Sperrung steht noch nicht fest.

Was bedeutet das für Bürger?

Wer zu Fuß oder mit dem Rad in Fiestel-Gestringen unterwegs ist, kann den Bahnübergang Hafenstraße weiterhin nutzen — er ist seit dem Umbau komfortabler und sicherer.

Autofahrerinnen und Autofahrer müssen Umwege in Kauf nehmen. Für Anlieger heißt das: mehr Wegstrecke, aber auch weniger Durchgangsverkehr direkt vor der Haustür. Wie der landwirtschaftliche Verkehr die Stelle künftig passieren soll, geht aus den Unterlagen nicht hervor — die ursprünglich geplanten Treckerschleusen sind von der Deutschen Bahn abgelehnt worden.

Argumente der Befürworter
  • Mehr Verkehrssicherheit am Bahnübergang durch klare Trennung von Schienen- und Straßenverkehr.
  • Förderung des Fuß- und Radverkehrs in Fiestel-Gestringen.
  • Anliegen der Anlieger aus der Unterschriftenliste von Oktober 2023 wird umgesetzt.
  • Weniger Durchgangsverkehr direkt vor den Häusern der Anlieger.
Argumente der Kritiker
  • Für Autofahrer und Anlieger längere Wege und Umwege.
  • Treckerschleusen für den landwirtschaftlichen Verkehr wurden von der DB abgelehnt — wie Landwirte die Stelle künftig queren sollen, ist offen.
  • Während der dreimonatigen Anhörungsfrist können Einwendungen das Verfahren verzögern oder den Vorgang zurück in den Rat bringen.

Häufige Fragen

Ist der Bahnübergang Hafenstraße schon gesperrt?
Faktisch ja: Seit dem Bau der Umlaufsperren zwischen 13. April und voraussichtlich 27. Juli 2026 ist die Durchfahrt für Autos gesperrt. Die Vorlage 118/2026 passt jetzt die straßenrechtliche Widmung formal an diese Realität an.
Warum wurden keine Treckerschleusen gebaut?
Die Deutsche Bahn hat das im Oktober 2024 aus bahnrechtlichen Gründen abgelehnt. Wie der landwirtschaftliche Verkehr die Stelle künftig queren soll, ist aus den vorliegenden Unterlagen nicht erkennbar.
Wer darf den Übergang weiterhin nutzen?
Nach der geplanten Teileinziehung nur noch Fußgänger und Radfahrer. Sonderregelungen für bestimmte Fahrzeuggruppen — etwa Rettungs- oder landwirtschaftliche Fahrzeuge — sind in der Vorlage nicht vorgesehen.
Wann gilt die Sperrung endgültig?
Erst nach der mindestens dreimonatigen öffentlichen Anhörung und dem formellen Beschluss. Ein konkreter Endtermin ist aus den vorliegenden Unterlagen nicht erkennbar.
Themen
HafenstraßeFiestel-GestringenVerkehrssicherheit