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Ausschuss für Sport · 127/2026 · 12. Juli 2026 · Wichtigkeit 3/5

Gestringen: Saal im ehemaligen Gestringer Hof bleibt – Stadtzuschuss soll aber fast halbiert werden

Was bedeutet das für Espelkamper?
Der Saal für Vereine und Dorftreffs in Gestringen soll weiter nutzbar bleiben, aber die Stadtförderung sinkt von 850 auf 450 Euro monatlich.
Ergebnis noch nicht veröffentlicht
Die Sitzung (Mo, 06.07.2026 16:00 Uhr Ausschuss für Sport, Vereinswesen und Soziales) hat bereits stattgefunden, aber die Stadt hat das Ergebnis noch nicht im Ratsinformationssystem veröffentlicht.
Warum dauert das?

Worum geht es?

Die Gestringer Dorfgemeinschaft e. V. mietet seit zwei Jahren den Saal der ehemaligen Gaststätte „Gestringer Hof" und stellt ihn Vereinen, Gruppen und ehrenamtlichen Angeboten zur Verfügung. Weil die bisherige Förderung Ende Juni ausläuft, soll der Zuschuss neu geregelt werden – nach dem Willen der Verwaltung künftig mit deutlich reduzierter Summe und auf zwei Jahre befristet. Der Ausschuss für Sport, Vereinswesen und Soziales entscheidet darüber.

Hintergrund

Gestringen zählt über 1.850 Einwohnerinnen und Einwohner und ist damit eine der größeren Ortschaften Espelkamps. In den vergangenen Jahren fielen dort mehrere Treffpunkte weg: das Gemeindezentrum an der Kirche, das Dorf-Gasthaus und die alte Schule als bisheriges Dorfgemeinschaftshaus. Einige Gruppen, die ohne Anlaufstelle blieben, lösten sich nach Angaben der Dorfgemeinschaft komplett auf. Um das soziale Miteinander im Ort zu sichern, hatte der Verein 2024 erstmals einen Mietzuschuss beantragt – bislang wurden 850 Euro monatlich bewilligt, zuletzt befristet bis zum 30.06.2026. Der Verein hat am 31.03.2026 einen Folgeantrag gestellt und diesen am 25.06.2026 nach einem Gespräch mit der Verwaltung angepasst. Danach liegt das städtische „Zielbild" für den Zuschuss bei 400 Euro monatlich.

Was bedeutet das für die Stadt?

Federführend ist das Sachgebiet 2.2 Bildung, Generationen, Vereinswesen (Frau Krause). Die monatlichen Mietkosten für den Saal – inklusive Inventar, Strom, Heizung, Wasser und Entsorgung – sind laut Verein für zwei weitere Jahre auf 800 Euro festgeschrieben. Hinzu kommen rund 50 Euro für Versicherungen, Reinigung und weitere Nebenkosten, die der Verein selbst tragen will. Die Stadt schlägt einen Zuschuss von 450 Euro monatlich für den Zeitraum vom 01.07.2026 bis zum 30.06.2028 vor – knapp die Hälfte des bisherigen Betrags. Die Verwaltung begründet die Reduzierung mit veränderten Rahmenbedingungen. Mit der Befristung bis Mitte 2028 soll die weitere Entwicklung vor Ort erneut bewertet werden. Eine dauerhafte Lösung für Gestringen gibt es derzeit nicht.

Was bedeutet das für Bürger?

Für die Gestringer Vereine und Gruppen soll der Saal im ehemaligen Gestringer Hof voraussichtlich weiter nutzbar bleiben – etwa für den Sonntagstreff mit regelmäßig 50 bis 60 Gästen, Blutspendetermine des DRK oder kulturelle Veranstaltungen. Allerdings besteht eine Lücke zwischen Stadtzuschuss und tatsächlichen Mietkosten: Der Verein schlägt vor, dass sich der neue Pächter der Gaststätte zur Hälfte an der Miete beteiligt, wenn er den Saal mitnutzen darf. Ob dieser Vorschlag umgesetzt wird, ist offen. Konkrete Auswirkungen auf andere Espelkamper Ortschaften sind aus den Unterlagen nicht erkennbar.

Argumente der Befürworter
  • Gestringen hat mit über 1.850 Einwohnern weiterhin Bedarf an einem Treffpunkt für Vereine und ehrenamtliche Angebote.
  • Durch die Befristung bis Mitte 2028 bleibt die Möglichkeit, eine dauerhafte Lösung (etwa ein Dorfgemeinschaftshaus) zu entwickeln.
  • Die Reduzierung auf 450 Euro monatlich spart städtische Mittel, da sich die Rahmenbedingungen geändert haben.
Argumente der Kritiker
  • Der Zuschuss deckt die tatsächlichen Miet- und Nebenkosten des Saals nicht vollständig – der Verein muss weiter Eigenmittel aufbringen oder Kompromisse mit dem Pächter aushandeln.
  • Der Verein kritisiert, dass Gestringen kein Dorfgemeinschaftshaus, kein Heimathaus und kein Vereinshaus am Sportplatz hat – die Anmietung bleibt ein Provisorium.
  • Durch die neue Nutzungsteilung mit dem Pächter verliert die Dorfgemeinschaft die Alleinnutzung des Saals, was Planung und Abstimmung aufwendiger macht.

Häufige Fragen

Wie viel zahlt die Stadt bisher und künftig für den Saal?
Bisher 850 Euro monatlich, befristet bis 30.06.2026. Künftig soll die Stadt 450 Euro monatlich für den Zeitraum 01.07.2026 bis 30.06.2028 übernehmen.
Was bedeutet die neue Vereinbarung mit dem Pächter?
Der Verein schlägt vor, dass sich der neue Pächter der Gaststätte zur Hälfte an der Miete beteiligt, wenn er den Saal mitnutzen darf. Ob das umgesetzt wird, ist offen.
Wann entscheidet der Ausschuss?
Im Sportausschuss. Ein konkreter Beschluss-Termin ist aus den vorliegenden Unterlagen nicht erkennbar.
Gibt es eine dauerhafte Lösung für Gestringen?
Derzeit nicht. Mit der Befristung bis Mitte 2028 soll die weitere Entwicklung vor Ort erneut bewertet werden.
Themen
Dorfgemeinschaft GestringenGestringer HofVereinswesen